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Lebenslauf

Vom Klavier-Wunderkind bis hin zum Opern- und Konzertdirigenten: Matthias Fletzberger beweist sich immer wieder aufs Neue als vielseitige und spannende Musikerpersönlichkeit. Die vielen verschiedenen Einflüsse haben sein tiefes Verständnis für Musik und seine vielfältigen Interpretationen geprägt

Das herausragende musikalische Talent des gebürtigen Wieners wurde bereits im Vorschulalter entdeckt und gefördert. Im Alter von 5 Jahren wurde er als einer der jüngsten Studenten aller Zeiten an der Wiener Musikuniversität in Klavier und Geige unterrichtet, mit 12 Jahren gewann er den ersten Preis des Musikwettbewerbes „Jugend musiziert“. Noch während des Studiums (bei Prof. Hans Graf) gewann er als Pianist erste, international bedeutende Wettbewerbspreise, so u. a. mit 18 Jahren die Silbermedaille beim „Busoni“-Wettbewerb in Bozen, ein Jahr später eine Goldmedaille beim „Rubinstein“-Wettbewerb in Tel Aviv sowie den ersten Preis beim renommierten „Bösendorfer“-Wettbewerb in Wien.

Seine Karriere führte ihn auf alle Kontinente mit Klavierabenden, als Solist mit bedeutenden Orchestern (u. a. mit Israel Philharmonic, Orchestre de Bordeaux) in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Ferdinand Leitner, Carl Melles oder Jesus Lopez Cobos, Kammermusikabende sowie Rundfunk- und Fernsehaufnahmen auf der ganzen Welt belegen seine rasch aufstrebende Karriere als Pianist.

Auf Ratschlag von Elisabeth Schwarzkopf und Rolf Liebermann sowie ausgebildet und gefördert von Ferdinand Leitner und Carl Melles wandte sich Fletzberger dem Dirigieren zu. Rolf Liebermann war es auch, der ihn 1986 als Studienleiter ans Mozarteum Salzburg engagierte („Le nozze di Figaro“ / Regie: Peter Ustinov, Dirigent: Gary Bertini).

Er war 1989 Mitbegründer der freien Opernszene in Wien sowie erster künstlerischer Leiter des Wiener Jugendstiltheaters. Seine eigene Produktion von Pergolesis „La serva padrona“ wurde von der Wiener „Presse“ als eine der fünf „Opern des Jahres 1991“ ausgezeichnet. Als Dirigent wirkte er in Folge auch an der Prager Staatsoper sowie bei den Wiener Festwochen („Die Zauberflöte“ 1991, „Die schöne Helena“ 1993); diese beiden Produktionen wurden vom ORF aufgezeichnet und via Eurovision ausgestrahlt. 1995 wurde er denn von John Neschling als Studienleiter und Assistent des Operndirektors ans Theater St. Gallen berufen. Ab dem Jahr 1999 war er dann als freischaffender Dirigent bei Orchestern wie dem Ambassade Orchester, dem Orchester der Staatsoper Bratislava, Prager Staatsoper und dem Tbilisi State Symphony Orchestra tätig.

Seit Herbst 2008 konzertiert er auch regelmäßig mit der österreichisch-russischen Geigerin Lidia Baich. Im Jahr 2011 wurde von der Deutschen Grammophon seine gemeinsam Lidia Baich aufgenommene CD/DVD „Violin in Motion“ präsentiert.

Hochgeschätzt ist auch seine Arbeit in Konzert und Oper mit Sängerinnen und Sängern wie Daniela Fally, Elina Garanca, Benjamin Bruns, Thomas Hampson, Andreas Schager und Ramon Vargas. Als Dirigent hat er zuletzt mit Orchestern wie dem Schönbrunn Festival Orchester, dem Latvian National Symphony, Mongolian State Philharmonic, Vancouver Symphony und Ottawa Symphony gearbeitet.

Zum Jahreswechsel 2015/16 dirigierte Matthias Fletzberger die Neujahrskonzerte in New York (Lincoln Center), Washington und Philadelphia. Weitere Engagements führen ihn in der kommenden Saison u. a. nach Toronto, Miami, Shanghai, Peking und Tokyo (Spring Festival).